Willkommen in der Fahrlehrerecke von Gebhard Ruf

 

Auf dieser Seite finden Sie einiges was mit meinem Beruf als Fahrlehrer zusammenhängt.

 

Wichtig  ist für die meisten allerdings die Frage: Gibt es hier etwas was mich bei meiner Prüfung bzw. für das Autofahren weiterbringt? Ja,es gibt hier Tipps und Informationen rund um die Fahrerlaubnis. Stöbern sie doch einfach die Links durch.

 

BTW.: Falls jemand einen  Link findet der interessant ist und hierher passt, den bitte ich, sich mit mir über mein Kontaktformular in Verbindung zu setzen. Ich werde den Link gerne aufnehmen.

 

Nun gut, gehen wir ans Eingemachte oder anders ausgedrückt "Machen wir Butter bei die Fische".

 

Die praktische Prüfung ist für viele der größte Graus bei der Führerscheinprüfung. Klar, da man kann die meisten Fehler machen. Auf was achtet denn der Prüfer? Wo muss man besonderes Augenmerk drauf legen?

 

 

Technik in der Fahrprüfung?

Ein Fahrschüler fragte mich eines Tages: "Ich dachte, der theoretische Teil wäre mit der schriftlichen Prüfung abgehakt. Ich habe aber gehört, dass einige Prüfer in der Fahrprüfung angeblich Aufgaben zur Fahrzeugtechnik stellen sollen. Stimmt das?" 

 

Ja das stimmt. Ein kleiner Teil der praktischen Prüfung kann aus Fragen zum Fahrzeug und der Bedienung bestehen; bei Bus- und Lkw-Prüfungen ist das schon lange vorgeschrieben. Im Pkw-Bereich hängt es davon ab, ob der Prüfer diese Fragen einbaut oder nicht; nicht alle Prüfer praktizieren das.  

 

Was steckt dahinter? Im Grunde genommen wird nur solches Wissen stichprobenartig gefragt, welches die Verkehrs- und Betriebssicherheit des Fahrzeugs betrifft.  

 

Das können beispielsweise Fragen zu den Bedienungselementen sein (Fahrlicht, Fernlicht, Scheibenwischer usw.), zur Überprüfung der Bremsanlage (Handbremshebel- oder Pedalweg), außerhalb des Fahrzeugs etwa ein Check des Reifenprofils, des Motorölstands, &Überprüfen des Füllstands der Flüssigkeitsbehälter, Kontrolle der Beleuchtungsanlage. Wohlgemerkt, nicht alles zusammen, sondern eine bis zwei Aufgaben daraus. Und normalerweise erst nach der Fahrt, am Ende der Prüfung, manchmal auch vorher. Zum Beispiel wenn der Prüfer sieht, dass es während der Prüfung regnen könnte, wird er wissen wollen ob der Prfling die Funktionen des Schalters für den Scheibenwischer kennt.

 

Sie merken, es handelt es sich um Aufgaben, die der typische Autofahreralltag regelmäßig mit sich bringt, nichts Außergewöhnliches also.  Dieser Baustein ist nur ein kleiner Teil der Prüfungsbewertung. Manchmal war das Fahren nicht sehr überzeugend und der Prüfer nimmt den technischen Teil sozusagen als Zünglein an der Waage.  Es hatte sich in der Vergangenheit gezeigt, dass dieser Bereich in der Ausbildung leider etwas zu kurz gekommen ist. Nun wird er mitgeprüft und was geprüft wird, wird (so meine Hoffnung) auch ernst genommen. 

 

Die konkreten Fragen, die ein Prüfer stellt, sind nicht vorgegeben. Typische Fragen wären zum Beispiel diese: 

 

"Schalten Sie das Fernlicht ein - woran erkennen Sie jetzt, ob Sie es richtig gemacht haben?"
"Verriegeln und Entriegeln Sie das Lenkradschloss" 
"Erklären Sie die roten Kontrolllampen, die nach dem Einschalten der Zündung aufleuchten"
"Stellen Sie die Schalter und Regler so ein, dass die Scheiben während der Fahrt nicht beschlagen" 
"Sichern Sie Ihr Fahrzeug so ab, als ob es im Verkehr liegengeblieben wäre"
"Wann muss dieses Fahrzeug zur nächsten Hauptuntersuchung?" 
"Ihr Blinker tickt auf der linken Seite immer viel schneller als rechts. Was ist die Ursache dafür?"
"Stellen Sie das Fahrzeug parkfertig ab."

 

Und wer jetzt eine schweißnasse Stirn bekommt, weil er morgen Prüfung hat und die eine oder andere Frage hiervon nicht beantworten kann, für den gibt es hier jeweils eine Musterlösung:

 

Zu 1)
Zündung einschalten, Schalter für Fahrlicht (=Abblendlicht) einschalten, danach den Blinkerhebel in die richtige Richtung verschieben (nach vorne oder hinten, je nach Fahrzeugmodell, es steht aber auch ein Symbol auf dem Blinkerhebel). Ob man die richtigen Hebel bewegt hat, erkennt man an der blauen Kontroll-Leuchte für das Fernlicht. 

 

Zu 2)
Verriegeln: Zündschlüssel abziehen, Lenkrad zu einer Seite einschlagen, bis es merkbar einrastet. Entriegeln: Zündschlüssel einstecken, Lenkrad leicht in die andere Richtung einschlagen, Zündschlüssel nach rechts drehen, wenn es keinen Widerstand im Zündschloss mehr gibt.

 

Zu 3) 
Rote Kontroll-Lampen gibt es in den meisten Autos für den Öldruck, die Kühlwassertemperatur, das Bremssystem, und die elektrische Anlage (Batterie). Sie leuchten nach dem Drehen des Zündschlüssels auf, damit man erkennt, dass sie funktionieren. Nach dem Starten des Motors und dem Lösen der Handbremse sollten alle roten Kontroll-Lampen erlöschen, ansonsten hat man ein technisches Problem. Bei moderneren Autos gibt es häufig auch einen Bordcomputer der den Öldruck, die Kühlwassertemperatur, das Bremssystem, sowie die elektrische Anlage (Batterie), aber auch die Funktion der Glühlampen prüft. Hier hilft ein Blick in die Betriebsanleitung weiter. 

 

Zu 4)
Belüftung der Frontscheibe mit richtiger Schalterstellung (Gebläse in Richtung Scheibe, Stufe 1 bis 2, nicht ganz kalt. Falls eine Klimaanlage vorhanden ist, bei feuchter Luft mit einschalten (üben!). Beheizbare Heckscheibe einschalten. Falls die Frontscheibe schon beschlagen ist, gibt es eine Schalterstellung für besonders schnelle und starke Belüftung. 

 

Zu 5) 
Handbremse fest anziehen, Warnblinkanlage einschalten, im Dunkeln auch das Standlicht, vor dem Aussteigen auf den fließenden Verkehr achten, Warndreieck aus dem Kofferraum holen und in ausreichender Entfernung aufstellen, innerorts etwa 15-25 m, außerorts etwa 100 m (das muss man nicht wirklich tun; hier wird der Prüfer bereits vorher »danke« sagen ;-)

 

Zu 6) 
Lassen Sie sich vom Fahrlehrer den Fahrzeugschein zeigen, dort steht es auf der hinteren Seite eingestempelt (»Anmeldung zur nächsten HU« ) oder bei Neufahrzeugen auf der ersten Seite eingedruckt. Wer mag, steigt aus und schaut auf dem hinteren Kennzeichen nach, die Plakette kennt man ja noch aus der theoretischen Prüfung). Nochmal zur Erinnerung: Die Plakette für die  Hauptuntersuchung (HU) ist hinten, die Plakette für die Abgasuntersuchung (AU) ist auf dem Kennzeichen vorne. 

 

Zu 7) 
Mindestens ein Blinker auf dieser Seite funktioniert nicht (z.B. Glühbirne defekt).

 

Zu 8) 
Motor ausschalten, 1. Gang einlegen, Kupplungspedal loslassen, Bremspedal loslassen, Handbremse fest anziehen, Zündschlüssel abziehen, Lenkrad zu einer Seite einschlagen, bis es merkbar einrastet. Kontrollieren ob das Licht ausgeschaltet ist.

 

Ist das zu schwer? Sprechen Sie den Fahrlehrer darauf an. Ihr Fahrlehrer wird diese oder auch andere Aufgaben gerne mit Ihnen trainieren. Und wer sich die Fragen und Antworten gerne herunterladen will, für den gibt es das Ganze auch als PDF-Datei. Da sind dann auch noch ein paar zusätzliche Fragen dabei.

 

Wer sich mehr für das praktische Fahren interessiert sollte sich die

Anleitung für Anfänger in der Praxis als PDF-Datei herunterladen.

 

Im Lernbereich finden Sie weitere PDF-Dateien zum downloaden.

 

Mit einer sehr wichtigen Sache quält jeder Fahrlehrer seine Fahrschüler: mit dem Schulterblick! Der Schulterblick ist zum sicheren Autofahren unverzichtbar. Und trotzdem sagt die Mehrheit der Fahrschüler, dass sie den Schulterblick bis zur Prüfung machen wollen und dann werden sie den Quatsch vergessen. Aber es ist kein Quatsch! Ohne den Schulterblick  kann nicht immer eine ausreichende Beobachtung nach hinten gewährleistet werden.

 

Aber zugegeben: Manche Fahrlehrer und Prüfer trieben es zu weit. Sie verlangten zum Teil eine Drehung des Oberkörpers nach hinten. Das macht mit Sicherheit keiner. Statt eines Schulterblickes kann man auch von einer Umschau sprechen. Man nimmt dabei eben in Augenschein ob im  "Toten Winkel" Längsverkehr ist.

 

Aber nicht vergessen: Fußgänger die geradeaus wollen und Fahrradfahrer die geradeaus wollen, während ich nach rechts abbiegen will, SIND Längsverkehr und dieser Verkehr hat Vorrang.

 

Wenn Sie sich jetzt fragen ob tatsächlich auf dem Bürgersteig so schneller Verkehr stattfindet, dass der für einen Autofahrer relevant ist, sollte sich in Gedächtnis rufen, dass Kinder bis 8 Jahre mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig fahren müssen; Kinder bis 10 Jahre dürfen auf dem Bürgersteig fahren. Wie schnell diese Kleinen fahren können weiß jeder. Die sind schnell! Wir sollten auch die Inlineskater nicht vergessen. Die sind wesentlich schneller als Fußgänger und sie befinden sich in der Regel auf dem Bürgersteig. Also müssen wir da hinschauen. Im Spiegel sind sie hinter parkenden Fahrzeugen nicht zu sehen. Sehen kann ich sie nur durch den Schulterblick.

 

Lesen Sie einfach den Bericht: "Ist Kopfdrehen out?"  Möglicherweise gewinnen Sie dadurch mehr Klarheit.

 

Zum besseren Verständnis habe ich hier euch einen kleinen Film eingestellt. Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte.

 

 

Zum Download des Film als mp4-File hier klicken

 

Weitere Infos rund um die Fahrerlaubnis, sowie Tipps und Tricks zur optimalen Vorbereitung auf die Führerscheinprüfung, finden Sie  unter den nachfolgenden Links.

 

 

Grundaufgaben Klasse B  
Anforderungen an die Prüfungsfahrt  
Spielregeln für eine erfolgreiche Fahrprüfung  
Fit für 125  
Motorradfahren Gut und sicher  
FAHRTIPPS - Die Fundgrube zum F¨hrerschein  
Die wichtigsten Neuerungen in den Verkehrsregeln in den letzten 15 Jahren.  
Bußgeldkataloge  
Punkte und ihre Folgen  
Der Verkehrsübungsplatz im Saarland  

 

 

 

 

 

 

Genug mit dem trockenen Lernen!

 

 Es gibt auch viel zum schmunzeln rund um den "Lappen" wie der Führerschein früher genannt wurde. Heute ist das Teil ja zum scheckkartenartigen Teil mutiert. Zugegeben, es ist praktischer, aber irgendwie machten die früheren Führerscheine mehr her.

 

Nachfolgend finden sie ein paar Links die sie hoffentlich zum schmunzeln bringen. Viel Spaß damit.

 

Das Wort Verkehr kommt häufig im alltäglichen Sprachgebrauch vor. Hier das Beispiel des am häufigsten gebrauchten Wortes, der Straßenverkehr

 

Gerüchten zufolge sollen neue Verkehrschilder herausgebracht werden. In der Diskussion stehen zur Zeit folgende Schilder.

 

Bei Verkehrsschildern gilt im Notfall die Regel: Erst Denken, dann Rasen. Wenn man nicht sicher ist, was ein Schild zu bedeuten hat, sollte man lieber anhalten, aussteigen, einen Passanten fragen oder Günther Jauch anrufen. Nur so kann weiterhin der Straßenverkehr sicher bleiben und keinen seiner Teilnehmer in Gefahrensituationen bringen. Siehe auch: Tschernobyller Straßenschild 

 

 

 

Betreff:  Einparken

Falls Sie nicht so einparken wollen wie die Dame in dem Videoclip, sollten Sie sich vertrauensvoll an uns wenden.

 

 Zeitraffer: Blondine beim Einparken

 

 

In manchen Fahrschulen herrscht bisweilen ein rauher Ton bei der Ausbildung.  Ganz besonders hart trifft es aber diesen Fahrschüler ...

 

 

Irgendwann ergibt es sich, dass die Tochter oder der Sohn den Führerschein machen will. Was man als Vater einer Tochter dabei so erlebt, lesen sie in der folgenden Glosse.

 

Verkehrserziehung oder der Verkehrsübungsplatz

Es gibt Momente im Leben eines Vaters, die darf man ruhig und ohne schlechtes Gewissen als Sternstunden bezeichnen.

Einer diesen seltenen Sternstunden ist es, wenn man als Erziehungsberechtigter seine volle Überlegenheit ausspielen kann. Und genau diesen Triumph im sonst tristen Dasein eines Vaters ist die Lehrstunde für die Tochter auf dem Verkehrsübungsplatz. Die ersten Gehversuche mit einem fahrbaren Untersatz können dort unter Beachtung von gewissen Regeln zu einer didaktischen Meisterleistung werden. Mit 17 juckt es die Kinder eben nach einem eigenen Auto. Sie haben zwar kein Geld dafür, wollen aber trotzdem eines.

Für diese Einstellung habe ich vollstes Verständnis, mir ist es früher ja auch so ergangen. Aus diesem Grund weiß ich auch genau, dass der Nachwuchs bloß auf das Auto vom Papa schielt. Dann ist man ja auch wieder richtig was wert, und die Ableger sind dann wieder so richtig lieb und anschmiegsam.

Doch bevor sie den Führerschein haben und dem Papa sein Auto fürs Wochenende überlassen bekommen, sollten sie halt doch ein wenig Fahrpraxis haben. Und im Übrigen wird der Führerschein ja auch viel zu teuer wenn ihnen der Fahrlehrer alles beibringen soll.


So gibt man sich als Papa also gönnerhaft, opfert sich und seine Freizeit sowie stärkeren Verschleiß von Kupplung und Getriebe und fährt mit seinem weiblichen Ableger auf den Verkehrsübungsplatz. Natürlich erklärt man schon daheim, noch im Stand, die Funktion von Motor und Lenkung, weist auf so nebensächliche Eigenschaften von Kupplung und Schaltung hin sowie auf die Rücksichtnahme mittels Spiegel und angepasste Geschwindigkeit.

Rein theoretisch war’s auch schon ziemlich perfekt: Gas geben – Kupplung kommen lassen – schalten – schauen – bremsen und möglichst alles gut koordiniert. Wie ich dann auch noch was von Fliehkraft, Bremsweg und Drehzahl anfing zu erzählen, hat meine Tochter gemeint, es wäre jetzt besser wir würden anfangen zu fahren, weil ich sie mit meinem gescheiten Geschwätz total verunsichern würde.

Nun gut! Ich bin von mir ausgegangen und habe mir den praktischen Teil (ich konnte ja zu meiner Zeit gleich von Anfang an perfekt Autofahren) recht einfach vorgestellt. Mit dieser Erwartungshaltung bin ich also mit meiner Tochter zum Übungsplatz gegondelt. Der Fahrerwechsel hat auch einwandfrei geklappt und voller Hoffnung habe ich geglaubt ich könnte mich nun bequem zurücklehnen. Gang einlegen – Gas geben – Kupplung kommen lassen – und aus! Anscheinend habe ich beim letzten tanken Känguruhbenzin erwischt, denn auf einmal ist unser armes Auto herumgehüpft wie narrisch.

Mein Anlasser war ja noch relativ unverbraucht, aber an jenem Tage hat er gelernt was arbeiten heißt. Meine Tochter hat gemeint, ich soll nicht so laut schreien, sie würde ja noch lernen. Aber ich habe gar nicht geschrien, auf alle Fälle nicht bewusst. Meine linke Hand hatte sich um die Handbremse verkrampft und meine Augen waren leicht vorgetreten. Von meinem Adrenalinausstoß hatten sich die Scheiben beschlagen und das Bodenblech hatte ich nach unten durchgetreten, weil ich verzweifelt nach einer zweiten Kupplung gesucht hatte.

Alles in allem muss es für die Fahrschülerin auch nicht sehr angenehm gewesen sein. Schon nach drei Minuten hat sie gemeint, sie will nicht mehr, ich soll sie jetzt einfach machen lassen und meinen Mund halten. Unvorstellbar! Im eigenen Auto vor dem Abgrund ins offene Messer blicken! Und nichts sagen! Das geht ja gar nicht!! Nach einem kurzen Generalstreik ist meine Tochter dann wieder ins Auto eingestiegen. und wir machten den zweiten Versuch. Ich habe die Zähne zusammengebissen, habe es mit kontrollierter Atmung versucht und habe mich bemüht nicht zu ihr rüberzuschauen. Bei einer Öltemperatur von ca. 130° und einer gleichzeitigen Körpertemperatur von gefühlten 45°, ist dann mein geplagtes Auto so langsam vorwärts gekommen. Zwar unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln, aber zum Glück schadenfrei.

Den anderen Verkehrsteilnehmern auf dem Übungsplatz ist es Gott sei Dank genauso ergangen wie mir. Die Fahranfänger haben alle knapp vor der Windschutzscheibe geklebt und die selbsternannten Verkehrspädagogen mit hochroten Köpfen daneben. Trotz aufheulenden Motoren ist ab und zu ein heller Verzweiflungsschrei durchgedrungen. Ich meine ich hätte auch jemanden laut weinen hören.

Irgendwie ist die Ewigkeit von 60 Minuten dann doch vorübergegangen und ich durfte endlich meinen durchgeschwitzten Sitz verlassen. Mit stierem Blick und wortlos bin ich dann auf einem noch nasseren Sitz wieder nach Hause gefahren.

„Na? Ist alles gut gegangen?“ hat meine Frau fragen wollen. Aber diese Frage war schon zuviel. Meine Tochter ist auf ihr Zimmer gegangen, hat die Tür zugeknallt und hat von innen herausgeschrien: „Mit meinem Vater fahr ich nie wieder!!!“ Was ich getan habe und ob ich nicht auch schon mal meinen Führerschein gemacht hätte, hat meine Frau mit mir geschimpft. „Sei mal lieber froh, dass wir wieder lebendig nach Hause gekommen sind“, habe ich darauf erwidert, bin hinaus in den Garten und habe meinen Frust am Unkraut ausgelassen.

Im Laufe der nächsten Woche bin ich dann doch zur inneren Einsicht gekommen und habe meine Große gefragt: „Wollen wir am Samstag wieder auf den Übungsplatz?“ „Au ja“, hat sie sich gefreut, „aber Papa, dieses Mal greifst Du mir nicht wieder ins Lenkrad rein und Du lässt mich auch selbst schalten!“

So sind wir Zwei ein paar Wochen lang regelmäßig auf den Übungsplatz gefahren, solang bis anscheinend der Fahrlehrer meine Tochter gefragt hat, ob sie mit ihrem Vater auf den Verkehrsübungsplatz gehen würde. Als der gehört hat, dass sie jede Woche Zusatzunterricht von mir bekommen würde, meinte er, wir sollten das bleiben lassen, weil sie sonst zu viele Stunden bei ihm brauchen würde. Das hat gesessen! Mein Stolz als „Auto-Didakt“ war untergraben. „Soll er’s halt selbst machen, wenn er meint, er könnte es besser! Der wird schon sehen wie weit er damit kommt!“

Ein paar Wochen später hat meine Tochter bravourös ihren Führerschein gemacht, mit einparken, bergauf anfahren und rückwärts um die Kurve umdrehen. Ich habe mich natürlich gefreut, obwohl ich mit dem Fahrlehrer nicht einig gewesen bin, doch letztlich zählt eben der Erfolg.

Als mir meine Große voller Freude den Führerschein unter die Nase gehalten hat, hat sie noch ganz süffisant gesagt: „Siehst du Papa und du hast gemeint, ich würde es nie lernen und jetzt habe ich den Führerschein mit weniger Fahrstunden gemacht als Du.“ Ich war am Boden! Meine Tochter hat triumphiert und meine Frau hat dann auch noch ihren Senf dazugegeben: „Du bist kein Auto-Didakt, sondern ein Auto-Didackel!“ Zu allem Überfluss hat meine kleiner Tochter noch eines obendraufgesattelt: „Gell Mama, wenn ich soweit bin, darf ich mit Dir auf den Übungsplatz!“

Da tut man alles, opfert sich und sein Getriebe bis zur völligen Selbstaufgabe und dann kommen die einem so! Undank ist der Welten Lohn und wahre Genies, so wie ich meine eines zu sein, werden eben oft verkannt!

Jetzt wo der Zahn der Zeit ein bisschen Gras über die Wunden hat wachsen lassen, bin ich schon ganz froh dass ich ab und zu einen Chauffeur habe. Wenn man irgendwo eingeladen ist, ist es doch ganz angenehm, dass man nicht selbst fahren muss, weil man ein wenig zuviel „getankt“ hat.

Ja und wenn man dann der eigenen Tochter selbst das Fahren beigebracht hat, dann kann man ganz beruhigt den Sitz ein wenig herunter drehen und sich gemütlich reinstrecken: „Gelernt ist halt gelernt!“

 

Das Original, allerdings auf schwäbisch lesen sie hier: Betthupferla.

 

Weitere Anekdoten von Fahrlehrern und Fahrschülern finden Sie unter Fahrschulbuch.de.

 

 

 

Der Führerschein ist teuer!

 

So sehr diese Glosse auch zum schmunzeln anregt, klingt doch ein leidiges Thema darin an: 

 

Immer wieder beklagen sich Fahrschüler oder deren Eltern beim Verband wegen angeblich zu hohen Ausbildungskosten. Dabei gehen Eltern sehr oft von einem Vergleich aus, bei dem sie die Kosten ihrer eigenen Fahrausbildung als Referenzwert nehmen...

 

Lesen Sie bitte weiter bei:

Die Sage vom teuren Führerschein
Durch eindeutige Fakten widerlegt

 

 
Und dann noch zwei Antworten zu der sehr häufig gestellten Frage wann den die Ausbildung endlich beendet ist:

Als Antworten hier Zitate aus der Fahrlehrerausbildungsordnung (an die MUSS sich jeder Fahrlehrer schon von Gesetz her halten, ansonsten läuft er Gefahr, dass er seine Fahrlehrerlaubnis entzogen bekommt).

"Der Fahrschüler hat so viele Übungsstunden zu durchlaufen, wie er zur Erlangung der notwendigen Befähigung, insbesondere auch der Fahrzeugbeherrschung in schwierigen Situationen, benötigt."

"Der Fahrlehrer darf die Ausbildung erst abschließen, wenn er überzeugt ist, dass der Fahrschüler die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt."

 

 

 


Und weil immer wieder gefragt wird, was denn passiert, wenn es denn passiert ist:

Überschreitung: km/h
(Beisp.: 75 bei 50 = 25 km/h)
Tatort: geschlossener Ortschaften
Fahrzeugart:
Probezeit:

powered by verkehrsportal.de

 
Geschwindigkeit: km/h
Wertebereich: [1..300]
              Abstand: Meter
Wertebereich: [1..150]
Probezeit:

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Wer ein anderes "Problem" hat wird vielleicht bei www.strafzettel.de fündig oder beim Verkehrslexikon.

 

 



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