Die Saarländer

Die nachfolgende Glosse beschreibt sehr anschaulich das saarländische Wesen und sein Verhältnis zum Rest der Welt.

 

Du Armer. Du bist also hierher gezogen in eines der kleinsten Bundesländer Deutschlands und kennst keine Sau.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Du bleibst jeden Abend zu Hause oder Du freundest Dich mit dieser netten Spezies Mensch an, gehst nach drei Monaten zum ersten Mal zu einem von ihnen Schwenkbraten grillen, gehst nach Saarbrücken auf das Altstadtfest oder auf irgendein anderes Fest. Du wirst feststellen es ist irgendwo immer ein Fest. Irgendwann, das kommt ganz unbemerkt - schleichend irgendwie - merkst Du, dass es Dich ärgert, wenn Deine Verwandten oder frühere Bekannten über das Saarland lästern. Spätestens dann ist es Zeit zu gehen - oder für immer hier zu bleiben.

 

Voraussetzung:
Du hast die ersten Kontakte mit dem Saarländer unbeschadet überstanden, seine Vorurteile überwunden, beherrschst die Grundzüge der saarländischen Sprache und lernst, die Geheimnisse der Saarländisch - Französischen Beziehungen richtig zu deuten. Dann steht einem glücklichen Aufenthalt im Land der unbegrenzten Lyoner nichts mehr im Wege!

 

Es ist tatsächlich so, wenn man ins Saarland kommt, bekommt man als erstes die Saarländer- und Pfälzerwitze mit. Man ist auch zunächst geneigt diesen Saarländerwitzen zu glauben und je nach eigenem Temperament erzählt man auch gerne welche oder lacht zumindest mehr oder weniger herzhaft mit.  

 

Die Vorurteile die dem Saarländer anhaften:
Der Saarländer hängt der Vorstellung nach, im "Reich" gebe es Vorurteile gegen ihn und sein Land. Wir "Reichsdeutsche", so glaubt der Saarländer, hielten ihn für ein Lyoner-, Rostwurst- und Dibbelabbesverschlingendes Wesen in einer  rauchgeschwängerten Steinkohlelandschaft, das seine Zeit in Bergstollen oder Stahlwerken verbringt, wenn es nicht gerade seinen Schwenkergrill im Einsatz hat oder an seinem Eigenheim herumbastelt.

Wir alle wissen:
Das ist falsch. Wen es nicht gerade ins Saarland verschlägt, der hat noch nie einen Gedanken dran verschwendet, wo das liegt und wie's da aussieht. Diese Erkenntnis würde den Saarländer aber möglicherweise in eine tiefe Identitätskrise stürzen, und das wollen wir dieser liebenswerten Spezies doch nicht antun. Erzähle ihm also nicht, dass Du von "Dibbelabbes" noch nie etwas gehört hast, dass Du immer dachtest, Lyoner kamen aus Lyon, Rostwurst aus Thüringen, Kohle aus dem Ruhrgebiet und aus dem Saarland Oskar Lafontaine, Peter Müller und der "Vorzeigesaarländer" Heinz Becker.

 

Sag einfach:
Das Saarland ist ganz anders, als ich dachte - viel schöner! So grün! So interessante Schlösser! So wenig Kohle! So lecker Schwenkbraten! Das gefällt einem Saarländer und was ganz wichtig ist: Damit dürftest Du richtig liegen.

Merke:
- Das Saarland ist schön, das Saarland ist schön, das Saarland ist schön...
- Lästere nie vor einem Saarländer über andere Saarländer.
Die kennen sich alle!!!

Die saarländische Sprache:

Die vielseitige Begrüßungs-Formel "Unn. . . ?" ist der erste Beweis dafür, dass Deine Existenz im Bewusstsein Deines saarländischen Bekannten ist. Mit "Unn. . . ?" gibt er zu verstehen, dass er Dich wiedererkennt und bereit ist, mit Dir ein Schwätzchen ("eh Schwazzche") einzuleiten. "Unn. . . ?" bedeutet, je nach Zusammenhang, etwa: "Wie geht's?", "Wie war es auf der Arbeit ?", "Schön, Dich zu sehen, kommst Du mit in die Kneipe?", oder auch: "Bist Du jetzt wieder mit Deiner Freundin zusammen?".

Es ist ganz einfach:
Er sagt "Unn. . . ?", und Du suchst Dir was Passendes aus. Derart ins schwatzen gekommen, lass Dich nicht vom beliebten Wort "holle" (das bedeutet "holen" und wird mit DREI "L" ausgesprochen!) irritieren. Der Saarländer nimmt nicht, er "holllt". Er holt Tabletten ein; er holt Rücksicht; wenn er zu viel wiegt, holt er ab; wenn er einkauft geht er "innholle"; wenn er depressiv ist, holt er sich das Leben. Klasse, oder?

Im Laufe der Unterhaltung wirst Du mit Begeisterung feststellen, was für ein umgänglicher Mensch der saarländische Ureinwohner ist, wenn er die erste Scheu vor dem "Reichsdeutschen" überwunden hat.

Nur zwei Dinge machen Ihn zum Tier: Die "Freck" und die "Flemm". Solltest Du mal einem begegnen, der Dir zu murmelt: "Isch hann die Freck/Flemm", dann suche unverzüglich das Weite. Eine dieser Vokabeln bezeichnet eine ansteckende Erkältungskrankheit, die andere eine ansteckende schlechte Laune. Welches was ist, wird sich vermutlich jeder Nicht-Saarländer 1000 Mal erklären lassen und anschließend 1000 Mal wieder vergessen. Macht aber nichts. Wichtig ist hingegen nur folgender Merksatz:
"Flemm" oder "Freck" - Nichts wie weg!

Noch ein Wort zu den Saarländisch-französisch Beziehungen:

Kein Mensch interessiert sich hier für die "Wackes" (saarländisch für "Unsere lieben Freundinnen und Freunde aus Lothringen"), und anständig französisch sprechen nur die Supermarkt-Verkäuferinnen aus Frankreich. Der aufrechte Saarländer betritt dieses Land nur zum Einkaufen und Luxemburg nur zum Tanken, und wenn sie da kein deutsch sprechen, ärgert er sich und fahrt wieder "hemm".


Auszüge aus einem Bericht der SAARBRüCKER ZEITUNG.

 

Wenn man durch das Saarland fährt und sich die typischen saarländischen Häuser betrachtet, wird einem auffallen, dass die Häuschen irgendwie "zusammengestückelt" aussehen. Böse Zungen behaupten ja, das käme daher, dass "auf der Grub", also an seinem typischen Arbeitsplatz, nicht immer das selbe Material zu organisieren war. Weiterhin behaupten böse Zungen, dass alle Wasserleitungsrohre in saarländischen Häusern das Maß von 1,20 m hätten (1,20 m passen in den Kofferraum eines PKW). Das Motto  lautete angeblich: "Schelle gebt's genug!". Man musste sich also erst in monatelanger Arbeit sein Baumaterial auf der "Grub" oder auf der "Hütt" organisieren und das dann irgendwie verarbeiten. So gesehen auch eine Möglichkeit der Reallohnsteigerung.

Der Saarländer als solches ist ja ein begnadeter Heimwerker und lange Zeit war, rein statistisch gesehen, das Saarland in der Dichte der Heimwerkermärkte führend.


Eine sehr interessante Seite über "das Land der unbegrenzten Lyoner" finden Sie übrigens  unter http://www.sarrelibre.de/.

Wenn Sie wissen wollen was der Saarländer typischer Weise so isst, sollten Sie sich die saarländischen Rezepte anschauen.

 

Eine sehr wichtige Frage sollten Sie im Saarland übrigens aus dem Stand beantworten können:

 

"Wie heißt das Saarländische Universalgewürz mit 5 Buchstaben?" - "Maggi !"

 

Dazu passend der Spruch: Woraus besteht ein saarländischer Adventskranz? Antwort auf saarländisch: "Ä Ring Lyoner unn 4 Flasche Maggi!"

 

Übrigens, - Lyoner ist im Rest von Deutschland (also im Reich) ein Ring Fleischwurst!

 

Eine weiterere Angelegenheit die mir am Saarland auffällt, betrifft das des Landeswappen des Saarlandes. Das offizielle Landeswappen hat die Form eines gevierten Halbrundschildes. Es zeigt:
 

  • rechts oben: einen goldgekrönten und rotgezungten silbernen Löwen im blauen Feld, bestreut mit silbernen Kreuzen;
     

  • links oben: ein rotes geschliffenes Kreuz im silbernen Feld;
     

  • rechts unten: drei einen roten Balken belegende, gestümmelte silberne Adler im goldenen Feld;
     

  • links unten: einen rotgekrönten, rotbewehreten und rotgezungten goldenen Löwen im schwarzen Feld.

     

Wer es sich gerne anschauen will :

http://de.wikipedia.org/wiki/Landeswappen_des_Saarlandes

 

Nach meiner Auffassung fehlt da noch ein Tier. Ich bin der Auffassung es müsste da noch ein Schwein hinzu. Nicht nur weil der Saarländer das Tier wegen seiner leckeren "Schwenker" so schätzt - nein - er hat das Tier auch fest in seiner Sprache integriert.

 

Beispiel:

 

"Saugudd" - Gemeint ist, dass etwas dem Saarländer gut gefällt.

 

"Sauschlecht" - Klar, es gefällt ihm nicht.

 

"Es reent wie en Sau!" - Auf Deutsch: "Es regnet wie eine Sau!" Von der Tatsache mal abgesehen, dass ich noch nie eine Sau habe regnen sehen, ist damit gemeint, dass es sehr stark regnet.

 

"Pälzer sinn saubleed!" Ich glaube das muss man nicht übersetzen. Die Pfälzer kennen den Spruch.

 

Wenn ein saarländischer Bub seiner Liebsten sagen will, dass er Sie liebt sagt er in der Regel so etwas wie: "Isch hann Dich saugeere!" - Auf Deutsch: "Ich habe Dich saugern!"

 

Es wird also deutlich, wenn ein Saarländer etwas stark hervorheben will, wird die Sau als Verstärkung hinzugezogen.

 

Für mich liegt daher nahe, dass das Lieblingstier des Saarländers die Sau ist. Das sollte man doch irgendwie würdigen. Eine Aufnahme in das Staatswappen wäre,  nach meiner unmaßgeblichen Meinung, eine Möglichkeit der Würdigung die man in Betracht ziehen sollte.


Ein  weiteres Lieblingstier des Saarländers ist übrigens der "Zapfhahn". Am liebsten ist dem Saarländer, wenn aus  diesem "Tier" das Urpils herausfließt.

 

 

 

 


 





 

Saarländisch für Angefangene

 

In der nachfolgenden Tabelle sind ein paar saarländische Redewendungen die ich besonders prägnant finde. Falls Ihrer Meinung nach eine hervorstechende Redewendung fehlt, setzen Sie sich mit mir in Verbindung.


 

Einfache Redewendungen

Ja

Ei jo

Nein

Ei nee

Niemals

serleb Daachs net oder
Ach woher dann

Danke

Dankscheen oder Merci

Selbstverständlich

Allemol oder
Das glaabschde awwer

Das tut mir leid

Das war doch net so gemennt oder
Jetzt mach Dir mol net ins Hemd!

Nun muss ich mich aber
sehr wundern

O Leck

Die Ausführungen erstaunen
mich aber sehr.

Saa nur!

Nun ist aber Schluss!

Awei is Zabbeduschder!

Auf ein Wiedersehen!

Alle dann!

Ich liebe Dich!

Ich hann Dich saugärre!




 

Fragen und Wünsche

Was ist das? Ei was is dann das do?
Was kostet das? Wieviel muß ma denn dodevor bezahle?
Kann man das umsonst bekommen? Kann ma das aach "so"  kriehn?
Wo sind wir hier? Ei wo sinn mir dann do?
Ich möchte Herrn Becker sprechen. Kann isch emol mit em Becker schwätze?
Wann wird das Museum geöffnet? Wann mache die dann uff?
Wann wird geschlossen? Wann mache die dann zu?
Würden Sie die Freundlichkeit besitzen und mir leihweise das Programmheft überlassen? Kenne Sie mir mol graad das Hefdsche do genn?
Wo kann man hier einen Stadtplan käuflich erwerben? Wo kann ma dann do e Stadtplan kriehn?

Wann und wo beginnt die Stadtrundfahrt?
Wann fangt dann die Stadtrundfahrt an?
- Wo gehts dann los?
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es denn hier? Gebbds do ebbes, wo sich ahnsegucke lohnt?
Wo bitte ist die Ludwigskirche? Wo is dann die Ludwigskersch?
Mit Erstaunen stelle ich fest, dass jenes hier die Saarschleife ist. O leck, das do is die Saarschleif.
In welchem Restaurant bietet die Gastronomie eine überdurchschnittlich gute Qualität? Wo kann ma dann do gudd esse?
Der Preis spielt keine Rolle. Es derf ruhisch ebbes koschde.
Es muss sehr preiswert sein. Awwer net so deier.
Wir suchen ein preiswertes Hotel Gebbds do e billisches Hotel?
Wecken Sie uns bitte um sieben Uhr! Kenne Sie uns um siwwe Uhr wecke?
Die Rechnung, bitte! Mir wolle bezahle.
Wir waren von dem Aufenthalt sehr angetan. Uns hats arisch gudd gefall

 



Mit dem Auto unterwegs

 
Können Sie mir bitte sagen,
wie ich nach dem Saarbrücker
Stadtteil Herrensohr komm?
Sahn Se mol, wie komm ich dann do am beschde noh Kaltnaggisch?
Wo bitte ist hier in der Nähe eine Parkmöglichkeit? Wo kann ma dann do parke?
Ich habe eine Reifenpanne. Isch hann e Pladder.
Der Motor ist offensichtlich defekt Die Maschin is kapudd. Sie duhds nemmeh.
Dort hinten ist es zu einem Unfall gekommen Dohinne hads gerummst.
Es ist nicht meine Schuld Isch wars ned.
Ich habe nur einen geringen Blechschaden Isch hann nur e Bawwer.
Können Sie mir das Auto bis morgen reparieren? Kenn Sie mir die Kischd bis morje wedder in die Reih bringe?





Beim Arzt

Ich bin erkältet.

Ich hann die Freck.

Ich bin stark erkältet.

Ich hann de Dalles.

Ich habe Durchfall.

Ich hann die Laafdabber.
oder: De Dabberdummeldich.

Ich habe eine Beule.

Ich hann e Bause.

Ich habe ein blaues Auge

Ich hann e Viezje.

Mein Bein schmerzt mich.

Ich hann e wehes Bään.

Ich muss immerzu würgen

Ich hann e Krott im Hals.

Ich fühle mich elend und kraftlos.

Ich bin bibb unn schlabb.

Ich glaube ich habe Herpes.

Ich hann e Grind an de Schniss.

Mir geht es nicht gut.

Mir is so raulisch.

Ich leide unter depressiven Zuständen,
ich möchte nach Hause.

Ich hann die Flemm,
ich maan hemm.

Mein Auge ist  geschwollen.

Ich hann e Bollau.

Ich habe ein Gerstenkorn.

Ich hann e Wähschisser.




Schimpfwörter

Faulenzer Schlooseklobber, Wänscheszia, Schaffschuhverstegger oder Schiffsschaukelbremser
Jemand, der dummes Zeug redet Foozer oder Dummfoozer, Haawebraddler
Kleiner, ungezogener Junge Fräggat
Sehr strenge Frau Beesem
Lausbube Lauserd

 

 

Ebbes für eingefleischte Saarlänner!

Saarländisch - das bessere Deutsch ?

Wenn sich zwei Menschen voneinander verabschieden, fallen in der Regel für jedermann verständliche Worte wie Ciao oder Tschüß. Das saarländische "allee dann" mit diversen Zusätzen stößt in manchen Bundesländern bereits auf Abschreckung und Unverständnis. Warum aber sagen die Saarländer eigentlich nicht einfach nur Tschüß wie überall in Deutschland? In der saarländischen Sprache gibt es den Umlaut "ü" gar nicht. Lese ich richtig? In der saarländischen Sprache gibt es kein ü? Das kann doch gar nicht sein, es gibt doch fast unendlich viele Wörter, die ein "ü" enthalten, oder? Fühlen wir der saarländischen Sprache mal auf den Zahn, was den Buchstaben ü betrifft und wir werden sehen, dass der Saarländer tatsächlich immer einen Weg findet, dem "ü" aus dem Weg zu gehen. In der saarländischen Sprache gibt es nämlich mehrere Phonetikregeln, die bestimmen, wie das geschriebene ü in der Sprache klingen muss.



Regel 1:

In vielen Fällen wird der Umlaut ü durch den in der saarländischen Sprache ohnehin viel gebrauchten Vokal " i " ersetzt. Auch diese Regel ist in der Praxis schnell umsetzbar.


Hochdeutsch ü saarländisch i :
drücken = drigge
Mücke = Migg
Brücke = Brigg
Schüssel = Schissel
Krüppel = Gribbel
Strümpfe = Strimbb
Hütte = Hidd


Regel 2:

Mit der zweiten Regel haben vor allem Menschen ohne Dialekt ihre Mühe. Hier wird der Umlaut ü nämlich durch eine Kombination zweier Buchstaben ersetzt. Man beginnt mit einem schrillen i, welches man schleifend in ein e rüberzieht.

Hochdeutsch ü saarländisch ie :
müde = mied
Kühe = Kieh
süß = sieß
Füße = Fieß
gemütlich = gmiedlisch
kühlen = kiehle
Mühle = Miehl
Gefühl = Gfiehl
grün = grien


Regel 3:

Die schwierigste und selten gebrauchte Regel wandelt den Umlaut ü in die beiden Buchstaben e und r um. Nach Regel 3 ausgesprochene Wörter werden außerhalb des Saarlandes nur noch in Einzelfällen verstanden.

Hochdeutsch ü saarländisch er :
Schürze = Scherz
stürzen = sterze
Gürtel = Gerdel
Würmer = Wermer


Regel 4:

Ist auf ein Wort, welches ein ü enthält keine der Regeln 1-3 anwendbar, so wird das Wort durch ein neues ersetzt. Saarländisch-Lernende müssen hier ganz einfach Wörter pauken, genau so als würde man französisch oder spanisch lernen.
Hochdeutsch ü saarländisch neues Wort :

Pfütze = Pitsch
Rücken = Buggel
Gülle = Puhl
Hühnchen = Hingel oder je nach Ort auch Hinkel
Tschüß = alle dann


Übrigens ist die saarländische sehr eng mit der englischen Sprache verwandt.
Manches wir sogar gleich ausgesprochen. Beispiel gefällig?

Hochdeutsch "Mein Haus ist grün!" ; auf englisch: "My house is green!"
Das selbe auf saarländisch: " Mei Haus is grien!"


Auch die Ortsnamen werden im Saarland manchmal derart verfremdet, dass ein Nichtsaarländer nicht ohne einheimische Hilfe auf den richtigen Ort kommt. Zum Beispiel:

Hochdeutsch Saarländisch
Herrensohr Kaltnaggisch
Kirrberg Kerrbrich


Gudd gess  -  So wird im Saarland gegessen

 

Der Saarländer weiß wofür er lebt. Das schlägt sich auch in seiner Küche nieder. Hier finden Sie einige  Rezepte aus der reichhaltigen saarländischen Küche. Ich sage dazu nur: gehaltvoll, aber lecker!

(Alle Rezepte sind für ca. 4 Personen gerechnet, der Saarländer ist übrigens ein guter Esser!)

Gefillde (Gefüllte Klöße)

Man nehme:

1500 g rohe Kartoffeln, 1000 g gekochte Kartoffeln, 2 Eier, Salz, Mehl oder (einfacher) 1 Packung Kartoffel-Knödel-Teig halb und halb, sowie 4 mittelgroße, rohe Kartoffeln, fein gerieben 500 g gemischtes Hackfleisch, 200 g Kalbsleberwurst, 1 Stange Lauch Salz, Pfeffer, Maggi-Würze, Essig (Melflor), 1 Scheibe helles Brot, in Würfel geschnitten, 1 EL Margarine, 2 Becher Sahne,

Los geht's:

Für den Teig die rohen Kartoffen fein reiben und gut ausdrücken, die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse/ein Sieb drücken und mit den rohen Kartoffeln gut vermengen. Eier und Salz zugeben und verrühren, bei Bedarf (wenn zu feucht) etwas Mehl einrühren, oder alternativ die Halb & Halb-Kloß-Mischung nach Anleitung anrühren, die vorgeschriebene Flüssigkeitsmenge mit den fein geriebenen rohen Kartoffeln auffüllen, leicht salzen. Für die Füllung Hackfleisch, Kalbsleberwurst und kleingeschnittenen Lauch in etwas Öl gar dünsten, mit Pfeffer würzen und verrühren bis eine sämige gleichmäßige Masse entsteht.

 

Die Masse abkühlen lassen. Aus dem Teig gleichmäßige, handgrosse, fingerdicke Platten formen, darauf jeweils ca. einen EL der abgekühlten Füllmasse legen. Mit einer zweiten Platte abdecken, dann die Ränder fest andrücken und zu einem runden Kloß formen. Die Klöße in kochendes Salzwasser geben, die Hitze sofort reduzieren, die Klöße ziehen lassen bis sie im Wasser aufsteigen (ca. 20 Minuten). Für die Soße die Brotwürfel in der Margarine anbräunen, mit der Sahne auffüllen und mit Maggi, Pfeffer und einem Schuss (Melflor)-Essig würzen. Soße leicht einreduzieren bis sie sämig ist, dann über die aus dem Wasser genommenen Klöße geben und mit Sauerkraut servieren.

 

Hooriche ("Haarige" Kartoffelspatzen)

Man nehme:

1500 g rohe Kartoffeln, 1000 gr. gekochte Kartoffeln, 2 Eier, Salz, Mehl oder (einfacher) 1 Packung Kartoffel-Knödel-Teig halb und halb sowie 4 mittelgroße, rohe Kartoffeln, fein gerieben Salz, Pfeffer, Maggi-Würze, Essig (Melflor), 1 Scheibe helles Brot, in Würfel geschnitten, 1 EL Margarine, 2 Becher Sahne,

Los geht's:

Für den Teig die rohen Kartoffen fein reiben und gut ausdrücken, die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse/ein Sieb drücken und mit den rohen Kartoffeln gut vermengen. Eier und Salz zugeben und verrühren, bei Bedarf (wenn zu feucht) etwas Mehl einrühren, oder alternativ die Halb & Halb-Kloß-Mischung nach Anleitung anrühren, die vorgeschriebene Flüssigkeitsmenge mit den fein geriebenen rohen Kartoffeln auffüllen, leicht salzen. Aus dem Teig gleichmäßige, fingerlange "Schwänze" formen (rollen) . Die "Schwänze" in kochendes Salzwasser geben, die Hitze sofort reduzieren, die "Schwänze" ziehen lassen bis sie im Wasser aufsteigen (ca. 20 Minuten).

 

Während dessen für die Soße die Brotwürfel in der Margarine anbräunen, mit der Sahne auffüllen und mit Maggi, Pfeffer und einem Schuss (Melflor)-Essig würzen. Soße leicht einreduzieren bis sie sämig ist, dann über die aus dem Wasser genommenen "Schwänze" geben und mit Sauerkraut servieren.

 

Schales/Dibbelabbes

Achtung: Hier streiten im Saarland die "Experten" darüber, welches der beiden vom Teig her ähnlichen oder gar gleichen Gerichte denn nun in der Pfanne auf dem Herd oder im Bräter im Backofen gegart wird. Ich als Nicht-Saarländer halte mich da raus; jeder soll es machen nach seinem Gusto!

 

Schales

Man nehme:

2000 g Kartoffeln, 250 g Dörrfleisch, 2 Stangen Lauch, 1 große Zwiebel, 1 Ei, Salz Pfeffer (wer es "gesund" mag, nehme noch 2-3 fein geriebene Karotten und 4-5 EL Haferflocken dazu)

Los geht's:

Die rohen Kartoffeln und die Zwiebel fein reiben, Lauch kleinschneiden und zugeben, ebenso das Ei, Salz und Pfeffer (sowie bei der "gesunden" Variante die Karotten und Haferflocken). Das Dörrfleisch klein würfeln und in einem Gussbräter/einer Gusspfanne knusprig anbraten, Teigmasse darauf geben und im Backofen ca. 2 Stunden bei 180°-200° garen bis sich oben eine knusprige braune Kruste gebildet hat. Zusammen mit Apfelmus servieren.

 

Dibbelabbes

Teig wie bei Schales, allerdings wird Dibbelabbes im Bräter nicht im Backofen, sondern auf dem Herd gegart, wobei die Masse, wenn sie unten gut angebraten ist, mit dem Pfannenwender in gleichgroße Stücke geteilt und diese dann mehrfach gewendet werden , damit rundum eine goldbraune knusprige Kruste entsteht. Eine andere Variante ist, die unten angebratene Masse nicht zu zerteilen, sondern als Ganzes zuwenden und dann auf der anderen Seite ebenfalls goldbraun anzubraten. Es entsteht dann eine Art "Kuchen", den man gut in gleichmäßige Stücke zerteilen kann. Dazu wird ebenfalls Apfelmus gereicht.

 

Grummbeerkiechelcher (Kartoffelpuffer)

Man nehme:

2000 g Kartoffeln, 1 Stange Lauch, 1 große Zwiebel, 2 Eier, Salz, Pfeffer, Maggi, 4-5 EL Haferflocken

Los geht's:

Die rohen Kartoffeln und die Zwiebel fein reiben, Lauch kleinschneiden und zugeben, ebenso die Eier, Salz, Maggi und Pfeffer sowie die Haferflocken. Mit einem Esslöffel die Masse portionsweise in einem Gussbräter/einer Gusspfanne beidseitig knusprig anbraten, Zusammen mit Apfelmus servieren oder als Beilage zu z.B. "Schnibbelchesbohnesupp".

 

Geheirade ("verheiratete" Mehlklöße und Kartoffeln -Mählknebbcher)

 

Man nehme:

500 g Kartoffeln, 300 g Mehl, 2 Eier, ca. 150 ml Mineralwasser, 2 EL Quark, Salz, Pfeffer, Maggi, 2 Becher Sahne, 1 Scheibe helles Brot

Los geht' s:

Kartoffeln schälen und und gleichmäßige Schnitze oder größere Würfel schneiden, in Salzwasser geben und erhitzen. Die Eier in eine Schüssel geben, Mineralwasser, Quark und Salz zufügen und alles gut verrühren. Dann das Mehl einrühren, bis ein glatter gleichmäßiger Teig entsteht, der zähflüssig vom Löffel tropft. Nach ca. 15 min den Teig mit einem Esslöffel, und zwar jeweils eine Löffelspitze voll, zu den kochenden Kartoffeln geben.

Tipp: Wenn man den Löffel am Anfang kurz in dem kochenden Wasser "anwärmt", löst sich der Teig besser!.

Gleichzeitig für die Soße die Brotwürfel in der Margarine anbräunen, mit der Sahne auffüllen und mit Maggi, Pfeffer würzen. Soße leicht einreduzieren bis sie sämig ist. Wenn die "Mählknebbcher" oben schwimmen, zusammen mit den Kartoffeln in seine Seihschüssel geben und Wasser abgießen. In eine Servierschüssel geben und mit der Soße übergießen, fertig! Dazu je nach Geschmack Salat (grün oder Tomate) oder eingekochte Früchte (z.B. Mirabellen) reichen.
 

 

Gebrodne oder Kärstcher (Bratkartoffel)

Man nehme:

16 mittelgroße Kartoffeln , 2 EM Margarine, 4 EL Öl, Salz

Los geht's:

Kartoffeln schälen, in Schnitze oder gleichmäßige mittelgroße Würfel schneiden, Margarine und Öl in eine Gusspfanne geben und stark erhitzen. Wenn das Fett heiß ist, die Kartoffeln zugeben. Je nach Geschmack mehr oder weniger stark anbraten. Erst nach ca. 20 Minuten salzen.

Variante 1: bei mittlerer Hitze braten, ohne den Deckel zu öffnen, oder

Variante 2: bei starker Hitze weiter braten und die Kartoffeln mehrmals wenden, damit man mehr knusprig goldbraune Kartoffeln erhält.

Fertig!
 

 

Gereeschde (Röstkartoffeln)

Man nehme:

16 mittelgroße Kartoffeln

Los geht's:

Die Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 30-40 min lang garen (Pellkartoffel). Danach schälen (pellen) und abkühlen lassen.

Die Zwiebel kleinwürfeln und mit dem Fett in die Bratpfanne geben.

Die gepellten Kartoffen in dünne Scheiben schneiden, auf die Zwiebeln in die Pfanne geben und ca. 10 min. lang unter mehrmaligem Wenden knusprig braten. Dabei mit Salz und Pfeffer würzen. Als Variante mit Majoran und Oregano würzen.

Dazu passen Kässchmeer (angemachter Quark, siehe unten), aber auch Eier in verschiedenen Zubereitungen (z.B. Spiegeleier oder Rührei) oder Eiersalat..

 

Schwenga (Schwenkbraten)

Der "Schwenga" oder "Schwenkbraten" ist mit einer speziellen Würzmischung eingeriebenes / bestreutes, in Zwiebeln und Öl eingelegtes Schweinefleisch, dass mittels eines (im Mittel autoradgroßen) runden Grills, der in der Mitte eines Dreibeines an einer Kette hin- und her und im Kreis über der Glut eines offenen Buchenholzfeuers pendelt bzw. "schwenkt", außen schön knusprig-braun und innen saftig-zart gegart wird. Auch dieses Teil wird "Schwenga" oder Schwenker genannt.

 

 BTW.: Die Würzmischung ist zum Teil im gut sortierten saarländischen Einzelhandel erhältlich. Allerdings nehmen (offiziell) nur  Zugereiste diese Würzmischung; ein echter Saarländer würzt nach eigenem Rezept.

 

 

 

(Begriffsdefinition:


Was versteht man im Saarland unter einem Schwenker?

Das Wort Schwenker hat im Saarland gleich drei Bedeutungen.


1. Der Schwenker, auf dem der typisch saarländische Schwenkbraten gegart wird;
2. der Schwenker, der Schwenkbraten selbst;
3. der Schwenker, der Mann, der den Schwenkgrill über dem Feuer in Bewegung hält
.

 

Damit der Schwenker bei seiner verantwortungsvollen Tätigkeit bei Kräften bleibt, wird er immer mit Karlsberg Urpils versorgt. Aber bitte wohldosiert, sonst werden die Schwenga zu dunkel oder ... naja ihr wisst schon ;-)

 

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist der Original-Schwenkergrill ein auf der Nachtschicht (uff de "Grub" oder bei Saarstahl) handgefertigtes Teil der saarländischen Kultur. Da ein Teil dieser Betriebe nicht mehr existiert, gibt es diese Grill-Unikate nicht mehr neu. Weil  die handgefertigten Teile allerdings eine zum Teil hohe handwerkliche Kunst aufweisen und auch sehr massiv sind, kann man erwarten, dass die existierenden Originalgrills noch einige Generationen überleben.

Meist wird der "Schwenga" allerdings fertig eingelegt beim Metzger gekauft, man kann ihn aber auch selbst, wie oben erklärt, einlegen.

Dazu reicht man einen frischen grünen Salat und Brot (Baguette, Flûtes oder Weck) oder aber Kartoffel- oder Nudelsalat. Auch schmeckt eine kräftige braune Fleischsoße dazu.

Keinesfalls fehlen darf ein kühles, am Besten frisch gezapftes Ur-Pils.

 

Wer es aber genau wissen will, hier das Rezept:

 

Der urtypische Schwenkbraten wird ca. 12 – 24 Stunden vorher in eine eigens zubereiteter Beize eingelegt, dazu verwende man folgende Zutaten:


ca. 2 kg. Schweinkamm
1/4 lt. Öl
10 Zwiebeln (in Streifen)
4 zerdrückte Knoblauchzehen
7 zerdrückte Wacholderbeeren
1 EL. Senf
Thymian, Oregano, Curry, Paprika, Cayennepfeffer, Pfeffer
 

Die Zubereitung:

Den Schweinekamm in ca. 250 gr. schwere Steaks schneiden und in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten miteinander verrühren, über die Steaks geben und gut vermengen. Im Kühlschrank mindestens 24 Stunden bedeckt durchziehen lassen. Vor dem Grillen muss das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen werden.

Der Rost muss vor dem Grillen gut eingefettet und über dem Feuer erhitzt werden. Den Schwenkgrill auf mittlere Höhe einstellen, warten bis das Feuer fast nieder gebrannt ist, den Schwenkgrill etwas ablassen und die eingelegten Steaks auflegen. Je nach Dicke des Steaks etwa 10-15 min. von jeder Seite grillen.




 

Lyonerpann (Lyonerpfanne)


Man nehme:

1 Ring (500 g) Lyoner (typische saarländische Fleischwurst), 1 große Zwiebel, 8 mittelgroße Kartoffeln, Salz und Pfeffer, 1 -2 TL Majoran, 2 EL ÖL oder Margarine

Los geht's:

Lyoner, Zwiebel und Kartoffeln in gleichmäßig kleine Würfel schneiden, Fett in einer Bratpfanne erhitzen und die Zutaten darin kräftig anbraten, mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen und bei mittlerer Hitze ca. 20 min fertig garen.

Dazu passen ein frischer grüner Salat oder Tomatensalat und ein kühles Ur-Pils.

 

Schnittlauchsalat

Man nehme:

2 armdicke Bünde Schnittlauch (das meine ich jetzt nicht wörtlich, es muss aber jedenfalls reichlich sein!), 8 hartgekochte Eier, 4 EL Öl, 8 EL Essig , Salz, Pfeffer, Maggi und 1 TL Senf (der echte Saarländer nimmt dazu den aus Dijon)

Los geht's:

Schnittlauch in kleine Röllchen, Eier in kleine Würfel schneiden, mit den restlichen Zutaten vermischen und kurz ziehen lassen (Salz, Pfeffer und Maggi nach individuellem Geschmack).

Dazu passen am Besten "Gebrodne"  und ein kühles Fläschchen Ur-Pils (am beschde schmeggt ä Stubbi, scheen kalt)!

 

Bettseecher (Löwenzahnsalat)

Man nehme: 1 ausreichend große Ladung Löwenzahn (am besten im Frühjahr selbst gestochen) oder notfalls auch gekauft, 250 g Dörrfleisch, 2 EL Öl, 8 EL Essig, Salz, Pfeffer, Maggi darf auch nicht fehlen.

Los geht's:

Salat waschen, Wurzeln entfernen, in gleichlange Stücke (max. 2 cm) schneiden, das Dörrfleisch knusprig braten, Öl, Essig und Gewürze zum Salat geben, am Ende das heiße Dörrfleisch samt ausgetretenem Fett daruntermischen (Vegetarier können anstelle des Dörrfleisches auch 2 hartgekochte, zerkleinerte heiße Eier oder eine mittelgroße zerdrückte heiße Pellkartoffel zugeben).

Dazu passen hervorragend "Gebrodne" (siehe oben) und ein kühles Ur-Pils (Stubbi).

 

 

Grummbeersalat (Kartoffelsalat, Erpelschlaad...)


Kartoffelsalat ist ganz sicher keine saarländische Erfindung. Dennoch ist er im Saarland sehr beliebt sowohl als Belage, als auch "solo". Daher nachfolgend meine beiden Lieblingsvarianten.

1. Schwäbischer Kartoffelsalat  (ich komme ja aus Baden, das liegt gleich neben Schwaben  >grins>   )

Man nehme:

16-20 gleichkleine Kartoffeln, nicht zu fest-, aber auch nicht zu mehligkochend, 1 große Zwiebel, 1/4 l heiße Gemüsebrühe, Öl, Essig (Melflor), Salz, Pfeffer

Los geht's:

Kartoffeln garen und pellen (schälen), Zwiebel in Öl glasig dünsten

Wichtig: Die Kartoffeln müssen beim Anmachen des Salates unbedingt noch heiß sein, da sie sonst die Flüssigkeit nicht mehr aufnehmen!

Die heißen Kartoffeln in Scheiben schneiden, mit den Zwiebeln, der Gemüsebrühe, etwas Öl, Essig, Salz und Pfeffer gut durchmischen und ziehen lassen. Fertig!

Dazu passen heiße Wiener Würstchen, heißer Lyoner, Wiener Schnitzel, Schwenga oder Hackfleischkiechelcher (Frikadellen, Buletten...), Baguette, Dijon-Senf und ein kühles Ur-Pils!

 

2. Variante - Kartoffelsalat mit Zwiebeln und Dörrfleisch

Man nehme:

16-20 gleichkleine Kartoffeln, nicht zu fest-, aber auch nicht zu mehligkochend, 1 große Zwiebel, 200 g kleingewürfeltes Dörrfleisch, Öl, Essig (Melflor), Salz, Pfeffer, Maggi, Sahne.

Los geht's:

Kartoffeln garen und pellen (schälen), Dörrfleischwürfel knusprig braten, Zwiebel zugeben und glasig dünsten

Wichtig: Die Kartoffeln müssen beim Anmachen des Salates unbedingt noch heiß sein, da sie sonst die Flüssigkeit nicht mehr aufnehmen!

Die heißen Kartoffeln in Scheiben schneiden, mit dem Dörrfleisch, den Zwiebeln, der Sahne (halber Becher), etwas Öl, Essig, Salz, Pfeffer und etwas Maggi gut durchmischen und ziehen lassen. Fertig!

Dazu passen heiße Wiener Würstchen, heißer Lyoner, Wiener Schnitzel, Schwenga oder Hackfleischkiechelcher (Frikadellen, Buletten...), Baguette, Dijon-Senf und ein kühles Ur-Pils!

 

Kässchmeer (Quark)

Man nehme:

500 g Speisequark, Milch, Salz (je nach Gusto auch frische gehackte Gartenkräuter, gerne auch etwas kleingehackten Knoblauch und sehr fein geschnittene Zwiebel)

Los geht' s:

Quark mit dem Salz (und den Kräutern) mischen und soviel Milch zugeben, bis die Masse schön cremig ist. Fertig!

Dazu passen "Gereeschde", aber auch einfach frisches Baguette oder Flûtes und frische Milch.

 

Schnibbelches Bohnesupp (Grüne Bohnensuppe)

Man nehme:

1000 g Stangenbohnen, 2 Karotten, 1 große Zwiebel, 3 mittelgroße Kartoffeln, 1 EL getrocknetes oder 1 Zweig frisches Bohnenkraut, 1 Becher Sahne, 1 EL Margarine, Salz, Maggi, Essig (Melflor)

Los geht's:

Die Bohnen in kleine, gleichgroße Stückchen schneiden, Karotten, Kartoffeln und die Zwiebel kleinwürfeln und zusammen dem Bohnenkraut und der Margarine in einen ausreichend großen Topf geben und mit Wasser auffüllen bis das Gemüse bedeckt ist. Nach Geschmack salzen (als Variante alternativ mit Instand-Gemüsebrühe würzen). Das Ganze zum Kochen bringen und dann ca. 45 min köcheln lassen.

Mit der frischen Sahne, Maggi und Essig servieren.

Als "Einlagen" empfehlen sich Wiener Würstchen oder Lyonerwurst, oder als Beilage Grummbeerkiechelcher (Kartoffelpuffer, siehe oben).

 

Im folgenden Film erfahren Sie mehr über den Saarländer, über sein Wesen und über seine Entstehung.

 

 

 

 

                      

 

 

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